Round-Table: Politik der Indigenen und Menschenrechte in Brasilien

Die Kaiowá-Guaraní kämpfen seit Jahren um ihr Recht auf Land im südlichen Mato Grosso, dem Zentrum der industriellen Sojabohnen- und Zuckerrohrproduktion Brasiliens. VertreterInnen der Indigenen aus dem südlichen Mato Grosso und Amazonien beleuchten gemeinsam mit weiteren ExpertInnen aus Brasilien aktuelle Entwicklungen und Perspektiven indigener AkteurInnen.

Am Podium:

  • Prof. Dr. Neimar Machado de Sousa (FAIND - Faculdade Intercultural Indígena/UFGD - Univ. Federal Grande Dourados, MS)
  • Prof.a Teodora da Souza, Guaraní (FAIND/UFGD, Dourados)
  • Anastácio Peralta, Kaiowá (Mitglied des Guarani-Kaiowá Rates)
  • Prof. Dr. Gersem Luciano, Baniwa (UFAM - Universidade do Amazonas, Manaus, AM)
  • Prof.a Alva Rosa Vieira, MA, Tukano (Bildungsekretariat Amazonien)

Moderation: Dr. Georg Grünberg (Universität Wien), Kristina Kroyer, MA (Horizont3000), Elisabeth Moder (HORIZONT3000)

Indigene Völker in Brasilien stehen unter Bedrängnis: sei es durch Raubbau und große Wasserprojekte im Amazonasbecken, durch die Ausweitung von Monokulturen und Viehweiden im Mittleren Westen, oder durch Rassismus und Integrationsdruck im urbanen Raum. Besonders prekär ist die Situation der über 60.000 Kaiowá-Guaraní im südlichen Mato Grosso, dem Zentrum der industriellen Sojabohnen- und Zuckerrohrproduktion Brasiliens. Landvertreibung, Ausgrenzung, Gewalt und die Zerstörung der natürlichen Umwelt prägen die Lebensbedingungen der Guarani. Gleichzeitig steigt die Zahl der indigenen StudentInnen und LehrerInnen an den regionalen Universitäten. Welche Zukunft erwartet sie und welche wollen sie für sich erkämpfen?