Seminar: Veränderungen und Kontinuitäten der US-Mexiko Beziehungen unter Trump

Das Seminar „Veränderungen und Kontinuitäten der US/Mexiko Beziehungen seit Trump“ wird in Kooperation des Arbeitskreises Lateinamerika der Stipendiat_innen der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Österreichischen Lateinamerika Institut organisiert.

Ziel des Seminars soll es sein, eine erste Bilanz über die Veränderungen der Beziehungen beider Staaten in Folge der Wahl Donald Trumps zu ziehen. Am Freitag wird aus unterschiedlichen Perspektiven die Rhetorik von Politiker_innen beider Länder unter die Lupe genommen. Ein besonderen Raum wird dabei Trumps Position einnehmen. Der Samstag soll den Blick dann auf die historischen, rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Fakten richten. Dabei werden wir uns am Vormittag mit der postkolonialen Historie der USA/Mexiko-Beziehungen auseinandersetzen. Anschließend wird die aktuelle Debatte um die Wirtschaftsbeziehungen beider Staaten im Fokus stehen. Hierbei werden wir uns u.a. die Frage stellen, ob NAFTA „the worst trade deal ever“ ist, wer die Gewinner_innen und Verlierer_innen des Freihandels sind und wie die Zukunft des Abkommens aussehen kann.

Die Teilnahme ist kostenlos; über einen kleinen Beitrag für Snacks und Getränke wird sich gefreut.

Datum: 09.03.2018 (ca. 15:00-18:00) bis 10.03.2018 (ca. 10:30- 18:00)

Programm

Freitag, 09.03.2018

  • 15:00 Uhr
    Begrüßung, Kennenlernen und Erwartungen
  • 15:30 Uhr
    Einführungsvortrag durch Vergleich relevanter Zitate ehemaliger USPräsidenten mit Trumps Rhetorik
    Leitung: Axel Barthel, Sebastian Krull, Wladimir Leuschner
  • 16:15 Uhr Pause
  • 16:30 Uhr
    Trumps Rhetorik im Bezug auf Mexiko
    Referentin: Prof.in Dr.in Saskia Stachowitsch-Clar, Professur für Internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
  • Anschließende Diskussion
  • 17:45 Uhr Pause
  • 18:00 Uhr
    Wrap-Up und Feedbackrunde zum ersten Tag & Aufräumen

Samstag, 10.03.2018

  • 9:45 Uhr Guten Morgen
    Rückblick und Ausblick
    Vorstellung des Tagesprogramms
  • 10:15 Uhr
    Einführung in postkoloniale/dekoloniale Theorie
    Referentin: Julia Sachseder, PhD-Kandidatin, Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien
  • Anschließende Diskussion
  • 12:00 Uhr Mittagspause
  • 13:00 Uhr
    Vortrag zur politischen und ökonomischen Lage in Mexico aus postkolonialer und feministischer Perspektive
    Vortragende: Dr.in Patricia Zuckerhut, Senior Lecturer, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien
  • Anschließende Diskussion
  • 15:00 Uhr Pause
  • 15:15 Uhr
    Vortrag zu NAFTA aus wirtschaftlicher und rechtlicher Perspektive
    Referent: Mag. Dr. Johannes Maerk, Director, Wiener Ideaz Institut für Interkulturelle und Vergleichende Forschung
  • Anschließende Diskussion
  • 17:15 Uhr Pause
  • 17:30 Uhr
    Quo vadis Mexico & USA?
  • 18:30 Uhr
    Wrap-Up und Feedbackrunde zum zweiten Tag & Aufräumen

Informationen zu den Referent_innen:

Prof.in Dr.in Saskia Stachowitsch-Clar
Die gebürtige Wienerin, Prof.in Dr.in Saskia Stachowitsch-Clar hat an der Universität ihrer Heimatstadt Politikwissenschaften studiert und 2010 mit ihrer Dissertation „Militärische Geschlechterideologien im Kontext sozialer und militärischer Wandlungsprozesse in den USA“ den Doktortitel erworben. Seit Juli 2017 hat Frau Stachowitsch-Clar die Professur für Internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien und ist wissenschaftliche Leiterin des Österreichischen Instituts für Internationale Politik (OIIP). Zu ihren  Forschungsschwerpunkten gehören u.a. kritische Sicherheits- und Militärforschung sowie feministische und postkoloniale Theorien der Internationalen Beziehungen.

Dr.in Patricia Zuckerhut
Dr. Patricia Zuckerhut promovierte 1997 in Philosophie zum Thema „Produktionsverhältnisse im Alten Mexico“; Danach arbeitete sie als freie Wissenschaftlerin und externe Lektorin an verschiedenen Universitäten Österreichs (neben Wien: Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt). Seit 12/2010 ist sie Senior Lecturer am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien tätig. Seit 12/2015 hält sie die Lehrbefugnis (venia docendi) im Fach Kultur- und Sozialanthropologie. Darüber hinaus ist sie seit 1992 regelmäßig für Feldaufenthalte in Mexiko.

Msc. Julia Sachseder
Julia Sachseder ist PhD-Kandidatin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Nach ihrem Bachelor in European Studies an der Universität Maastricht absolvierte sie ihren Forschungsmaster in Politikwissenschaften an der Universität Pompeu Fabra. Derzeit forscht sie im Rahmen ihrer Doktorarbeit zu strukturellen Ungleichheiten im kolumbianischen bewaffneten Konflikt aus einer intersektionalen und dekolonialen Perspektive. Sie ist FESStipendiatin und bereichert bereits seit einiger Zeit den AK Lateinamerika inhaltlich und persönlich.

Dr. Johannes Maerk
Dr. Johannes Maerk doziert an der Universität Wien. Nach erfolgreicher Promotion zum Thema „Tepito - an example of self-organization“ konnte er von 1997 bis 2004 an der Faculty of International Studies and Humanities der Universidad de Quintana Roo in Mexico als Professor lehren und forschen. Im Anschluss gründete er das Wiener Ideaz Institut für Interkulturelle und Vergleichende Forschung und steht diesem seitdem als Direktor vor. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen nicht-westliche und vergleichende Sozialwissenschaften, Erkenntnislehre, Entwicklungsfragen und Internationale Beziehungen. Aktuell arbeitet er an Forschungsprojekten in Lateinamerika und dem Nahen Osten.