Fachseminare WS 2011/12

Transformationsdialektiken in Lateinamerika

Fachseminar 1
Interdisziplinärer Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien, WS 2011/12
Leitung: Karin Fischer

Nach der Jahrhundertwende hat in verschiedenen Ländern Lateinamerikas ein Linksruck stattgefunden. Die Wahlerfolge progressiver Kräfte und das Erstarken sozialer Bewegungen zeigen, dass die neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik deutlich an Legitimation verloren hat. Das, was auf die Krise neoliberaler Politik folgt, vollzieht sich jedoch lokal, national und regional auf sehr verschiedenen Transformationspfaden. Während in der Vorlesung Entwicklungsmodelle und deren aktuelle Veränderungen vorgestellt werden, vertiefen wir im Fachseminar die Frage nach dem Transformationspotenzial. Die Studierenden untersuchen in Gruppenarbeit an Hand von selbst gewählten Fallstudien,  wo und in welchen Bereichen des ökonomischen policy making sich eine Abkehr vom neoliberalen Modell zeigt und welche sozialen Kräfte dafür verantwortlich sind. Gleiche Aufmerksamkeit soll den Beharrungskräften geschenkt werden und der Frage, in welchen Feldern und Institutionen neoliberale Wirtschaftspolitik fortgeschrieben wird. Auf diese Weise soll ein differenziertes Bild gegenwärtiger Entwicklungen entstehen.

Termine:

  • Einführung (FS1 und FS2): Freitag, 21.10.2011 18:00 – 21:00 Uhr
  • 1. Block, 5 EH, am SA, 12.11., 9:15-13:00 Uhr
  • 2. Block, 5 EH, am SA, 17.12., 9:15-13:00 Uhr
  • 3. Block, 10 EH, Fr, 13.1., 18:00-21:00 Uhr; SA, 14.1.2012, 9:00 - 13:30 Uhr

Krisen in Lateinamerika: Ursachen, Auswirkungen und politische Antworten

Fachseminar 2
Interdisziplinärer Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien, WS 2011/12
Leitung: Ivan Lesay

Während einige lateinamerikanische Länder die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise gut überstanden haben, erging es anderen nicht so gut. Faktoren für Erfolg bzw. Misserfolg werden in der Vorlesung behandelt. Das Fachseminar wird das Wissen anhand von konkreten Regions- und Länderstudien sowie der Vorstellung verschiedener ökonomischer Modelle vertiefen. Die Studierenden werden in Gruppen grundlegende historische und polit-ökonomische Krisenkonzepte für Lateinamerika erarbeiten. In Bezug auf Wirtschaftsgeschichte werden sie vor allem die ISI-Periode, die neoliberale Periode, die Finanzkrisen zwischen 1998-2002, die Zeit zwischen den Krisen, die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise und die Zeit nach der Krise bearbeiten. Außerdem wird in der Region praktizierte Washington Consensus Politik mit der Politik der (Mitte-)Links-Regierungen verglichen. Besonderes Augenmerk gilt dabei der globalen politischen Ökonomie der monetären Beziehungen zwischen Zentren und Peripherien als erklärendem Faktor der Krisendynamik.

Vorträge des Seminarleiters werden auf Englisch gehalten. Den Studierenden steht es frei, ihre Beiträge auf Englisch, Deutsch oder Spanisch zu leisten.

Termine:

  • Einführung (FS1 und FS2): Freitag, 21.10.2011 18:00 – 21:00 Uhr
  • 1. Termin, 5 EH, am SA, 19.11., 9:15-13:00 Uhr
  • 2. Termin, 5 EH, am SA,10.12., 9:15 -13:00 Uhr
  • 3. Termin, 10 EH, Fr, 20.1., 18:00 – 21:00 Uhr; Sa, 21.1.2012, 9:00 - 13:30 Uhr