Generalversammlung 2005/06
Erhard Stackl schrieb in der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" vom 8./9. Oktober 2005 über die Generalversammlung des Österreichischen Lateinamerika-Instituts am 6. Oktober 2005:
Ziele für den EU-Gipfel mit LateinamerikaStaatssekretär im Außenministerium, Hans Winkler, erhofft sich ein möglichst "kurzes und inhaltsreiches Schlussdokument"
Wien – Ein möglichst "kurzes und inhaltsreiches Schlussdokument" erhofft sich der Staatssekretär im Außenministerium, Hans Winkler, vom EU-Lateinamerikagipfel, zu dem Mitte Mai 2006 rund 60 Staats- und Regierungschefs nach Wien kommen werden. Lateinamerika habe "Europa als Partner wieder entdeckt", sagte Winkler bei der Generalversammlung des österreichischen Lateinamerika-Instituts (LAI) am Donnerstag in Wien.
Österreich, das in dieser Weltregion einen "guten Ruf als Kulturnation" habe, wolle beim Gipfel auch die Wirtschaftskooperation vorantreiben. So könnten in Wien
- ein Freihandelsabkommen der EU mit dem Mercosur (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) abgeschlossen,
- Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen der EU mit den Staaten Zentralamerikas aufgenommen und
- Gespräche über ein Abkommen mit der Andengemeinschaft (Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Peru und Venezuela) begonnen werden.
Zur Vorbereitung des Gipfels, zu dem das LAI drei internationale Workshops abgehalten hat, soll es im November in Peru ein Treffen hoher Beamter geben. Er selbst, so fügte der 1945 geborene Völkerrechtler Winkler hinzu, sei in den 90er-Jahren ein "spätberufener" Spanischstudent am LAI gewesen, um den Gesprächen der damaligen Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner auf deren Lateinamerikareisen folgen zu können.
Zum Artikel in der Online-Ausgabe des Standard
http://derstandard.at/?id=2201078