Lateinamerika

Das spanisch- und portugiesischsprachige Lateinamerika umfasst 19 Länder. Es gibt unterschiedliche Begriffsdefinitionen Lateinamerikas. Unserem Verständnis nach bezieht sich Lateinamerika vor allem auf die spanisch- und portugiesischsprachigen Länder. Es gibt jedoch noch andere Definitionen, die auch die französischsprachigen Länder miteinschließen (Ursprung des Lateinischen als gemeinsames Merkmal für jene Länder mit den drei vorherrschenden romanischen Sprachen).

Lateinamerika ist vielfältig!

Die Fläche Lateinamerikas beträgt ca. 20 Millionen Qudratkilometer und die Bevölkerung umfasst mehr als 500 Millionen Menschen. Lateinamerika teilt sich in Süd-, Mittel-, Nordamerika und in die Karibik.

Als südamerikanische Länder werden Argentinien, Chile und Uruguay im Süden, Brasilien als flächenmäßig größtes portugiesischsprachiges Land, Paraguay und Bolivien im Zentrum, Peru, Ecuador und Kolumbien an der Westküste und Venezuela im Norden gezählt (ohne Guayana und Suriname).
Mittel- oder Zentralamerika umfasst die Länder Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala (ohne Belize). Mexiko wird als nördliches Land geografisch auch zu Nordamerika gezählt. Die spanischsprachigen Länder der Karibik sind die Dominikanische Republik und Kuba.

Lateinamerika ist vielfältig - nicht nur aufgrund der großen Anzahl an verschiedenen Ländern, sondern auch wegen seiner geografischen, klimatischen, sprachlichen und kulturellen Diversität.

Neben europäischen und US-amerikanischen Einflüssen, gibt es auch sehr viele indigene Sprachen. Die weit verbreitesten sind Quechua, Guaraní, Aymara, Nahuatl, Mayasprachen und Mapuche.

Eine Gemeinsamkeit der lateinamerikanischen Ländern ist die sehr weit verbreitete katholische Religion (in unterschiedlichen Ausprägungen) und die gemeinsame Kolonialgeschichte der v.a. spanischen und portugiesischen Kolonialisierung, die in den einzelnen Ländern natürlich unterschiedliche Spuren und Auswirkungen hinterlassen hat.

Aktuell nimmt Lateinamerika wirtschaftlich gesehen eine zunehmend wichtigere Rolle auf globaler Ebene ein und befindet sich politisch und ökonomisch im Umbruch. Auch die EU zeigt verstärkt Interesse an dem Subkontinent und die USA ist dabei, seine Rolle und Einflussmöglichkeiten auf die Region neu zu definieren (Beispiel Kuba). Stichwörter wie Bildung, Emanzipation, Vergangenheitsbewältigung, soziale Bewegungen lösen einseitige Schlagzeilen der Vergangenheit über Armut, Gewalt und Korruption zunehmend ab.

(Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung und Wikipedia, Stand Dezember 2015)