| Icon | Nummer | Titel |
|---|---|---|
| 4 | Institutionalismus / Substantivismus | |
| 4.2 | Frühe VertreterInnen |
4.2.2 Tausch und Gabe: Frühe Beiträge zur ökonomischen Anthropologie
Die VertreterInnen der ökonomischen Anthropologie gehen prinzipiell von einer starken Vernetzung von Gesellschaft bzw. Kultur und ökonomischem Handeln aus. Je nach ihren generellen Standpunkten im Rahmen der kultur- und sozialanthropologischen Theorienbildung wird dem Individuum oder der Gemeinschaft mehr oder weniger Bedeutung bei der Gestaltung von wirtschaftlichen Prozessen zugemessen.
Dies kommt deutlich bei zwei wichtigen Vertretern der ökonomischen Anthropologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Ausdruck, die wesentlich zur Professionalisierung der Kultur- und Sozialanthropologie als eigenständige Disziplin betrugen:
- Bronislaw Malinowski
- Marcel Mauss
- Bronislaw Malinowski liefert eine genaue ethnographische Beschreibung der Institution Kula in all ihren Dimensionen und analysiert sie im Rahmen des Funktionalismus. Seine Erkenntnisse basieren auf langjährigen Feldforschungen auf den Trobriand Inseln.
- Marcel Mauss erstellt vergleichende Analysen und theoretische Überlegungen zum Konzept des Tausches bzw. der Gabe, wobei er (aufbauend auf der Arbeit von Malinowski) Kula zu anderen Formen von Austausch in verschiedenen Regionen und historischen Epochen (z.B. Potlatch in Nordwestamerika, Geschenksaustausch in Polynesien, Neuseeland und auf den Andamanen sowie im alten römischen und germanischen Recht) in Beziehung setzt.

| Icon | number | title |
|---|---|---|
| 4.2.2.1 | Bronislaw Malinowski | |
| 4.2.2.2 | Marcel Mauss | |
| 4.2.2.3 | Mauss und Malinowski |
