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Übergeordnete Kapitel
IconNummerTitel
up 4 Institutionalismus / Substantivismus
up 4.2 Frühe VertreterInnen
up 4.2.2 Tausch und Gabe: Frühe Beiträge zur ökonomischen Anthropologie
up 4.2.2.1 Bronislaw Malinowski

4.2.2.1.2 Kula

Kula ist ein Tauschsystem und erstreckt sich auf 14 Inselgruppen vor Ost-Papua Neuguinea (Trobriand). Es stellt keineswegs die einzige Form des Tausches in der Region dar (in Trobriand existieren ca. 80 verschiedene Formen des Tausches), es ist vielmehr die wichtigste Institution. Getauscht werden beim Kula im Kreis der Inseln zwei Typen von Wertgegenständen aus Muscheln: Im Uhrzeigersinn zirkulieren soulawa (rote Hufmuschel - Halsketten), gegen den Uhrzeigersinn zirkulieren mwali (weiße Armbänder aus Kegelschnecken). In diesem Sinne spricht man auch vom "Kula Ring".

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Der Kula-Ring. Quelle: Malinowski (1984), Karte V: 82.

Der Tausch der Kula-Objekte ist in ein komplexes Gefüge von sozialen Prozessen und religiösen Ritualen eingebunden. Im Rahmen des Kula-Tausches wird Reichtum transferiert, Status erworben, Allianzen zwischen Personen und Gruppen werden geschlossen oder in Frage gestellt.

"Every movement of the Kula articles, every detail of the transactions is fixed and regulated by a set of traditional rules and conventions, and some acts of the Kula are accompanied by an elaborate magical ritual and public ceremonies." (Malinowski 1922: 81)

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