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up 5.3 VertreterInnen in den USA
up 5.3.2 Sidney Mintz

5.3.2.1 Süße Macht: Sidney Mintz und die Geschichte des Zuckers

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"Wenn man anfängt, danach zu fragen, wohin die tropischen Produkte gehen, wer sie nutzt und wozu und wieviel ihre Abnehmer für sie zu zahlen gewillt sind - worauf sie verzichten und welchem Preis sie zustimmen, um in ihren Besitz zu gelangen - , dann stellt man Fragen nach dem Markt. Damit aber fragt man auch nach der mutterländischen Metropole, dem Zentrum von Macht, und nicht nach der abhängigen Kolonie, dem Objekt, an dem und über das Macht ausgeübt wird. Und wenn man versucht, Konsumtion und Produktion, Kolonie und Metropole zusammenzubringen, dann geschieht es leicht, daß man die eine oder die andere - den »Mittelpunkt« oder den »Außenrand« nicht mehr so richtig scharf sieht. Wenn man auf Europa schaut, um Genaueres über die Kolonien als Produzenten und Europa als Konsumenten - oder auch umgekehrt - zu erfahren, dann heißt das nicht, daß man sich damit auch schon über die andere Seite der Beziehung ausreichend Klarheit verschaffen könnte. Wiewohl die Beziehungen zwischen Kolonien und Metropole in ihrem unmittelbaren Sinne klar und augenfällig sind, sind sie daneben auch verwirrend und voller Mysterien."
(Mintz 1987: 13)

"Die süße Macht" (Mintz 1987) analysiert diese Prozesse am Beispiel des Zuckers. Das Buch beschäftigt sich mit verschiedenen Elementen bzw. Stadien im Zuge der "Biographie" (Kopytoff 1986) dieses tropischen Produkts. Dazu zählen:

  • Anthropologie der Ernährung
  • Bedeutung der Süße
  • Produktion von Zucker für das britische Königreich
  • Plantagenwirtschaft und Sklaverei in der Karibik
  • Geschichte des Konsums von Zucker im Abendland
  • Bedeutung von Zucker für die moderne Gesellschaft - Umstände, Zusammenhänge, Ursachen

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