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up 4.3.3.1 Beispiel Tausch

4.3.3.1.2 Reziprozität und soziale Entfernung nach Sahlins

Wenn alle Formen der Reziprozität in fast allen Gesellschaften inklusive unserer vorkommen, stellt sich die Frage, ob es Regelmäßigkeiten im Auftreten der drei Formen gibt. Sahlins meint ja: Die soziale Distanz bestimmt den Tauschmodus.

==> Je enger das verwandtschaftliche Verhältnis und je geringer die räumliche Entfernung, umso generalisierter ist der Austausch.

==> Sind keinerlei verwandtschaftliche, tribale oder räumliche Beziehungen mehr vorhanden, schlägt der Tauschmodus in negative Reziprozität um.

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Quelle: Sahlins (1972: 199)

Nach Sahlins inkludiert dies auch die Moral: Moralische Normen sind meist situativ und relativ, nicht abstrakt und universell. Handlungen sind daher nicht "an sich" gut oder böse, sondern es hängt auch davon ab, wer "der Andere" ist. So wird Diebstahl innerhalb der Gruppe in den meisten Gesellschaften als schwere Verfehlung betrachtet, außerhalb der Gruppe aber bewundert.

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