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up 1.3 Klassische ökonomische Theorie
up 1.3.2 Adam Smith

1.3.2.2 Smith’s moralische Ableitung des Marktprinzips

Wirtschaftender Akteur: Homo oeconomicus

Ein rationales Individuum wird angenommen, das ständig kalkuliert um seinen maximalen Nutzen zu finden. Seine Hauptmotivation ist der Eigennutzen, dieser ist der zentrale Antrieb des wirtschaftlichen Prozesses. Das Interagieren dieser Individuen findet am Markt statt. Die nach Eigennutz strebenden Individuen wollen mit minimalem Aufwand maximale Bedürfnisbefriedigung erreichen. Eigennutz ist die Triebfeder für den freien Wettbewerb.

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Obstverkauf in London und Kathmandu. Fotos: Elke Mader

Rationalitätsprinzip (Wirtschaftlichkeitsprinzip)

Kommt aus dem Denken der Aufklärung. Es geht um die Zuteilung knapper Mittel zum optimalen Erreichen gesetzter Zwecke. Nach der Auffassung der Klassiker steht der Natur des Menschen die Natur der Dinge gegenüber.

  • Natur des Menschen ist bestimmt durch ständige Bedürfnisexpandierung. Auslöser ist der Sexualtrieb und die Tendenz zur Vermehrung bei Verbesserung der Lebensverhältnisse.
  • Natur der Dinge: Ist die Gegenkraft zur Natur des Menschen; Die natürlichen Ressourcen sind begrenzt, "Geiz der Natur", Knappheit der Mittel und Dinge.
Der Gegensatz zwischen der Natur der Menschen und jener der Dinge bedingt den freien Wettbewerb, der aber nicht anarchisch verlaufen soll, sondern durch Institutionen und Moral (Staat und Kirche als Schiedsrichter) geregelt werden muss.

Aus diesem Gegensatz ergibt sich auch das "Gesetz" von Angebot und Nachfrage, das wie eine unsichtbare Hand wirkt und über den Preismechanismus das Marktgeschehen und auch die Produktion bestimmt. Überangebot: Preise sinken, Produktion wird verlagert oder aufgegeben. Der Nachfrage steht kein entsprechendes Angebot mehr gegenüber, Preise steigen, neue Produzenten steigen ein: Kreislauf beginnt von vorne.

Markt: Eine sich selbst regulierende Institution, die den Individuen und der Gemeinschaft nur zum Guten dient. Aus dem Ausbalancieren zwischen Angebot und Nachfrage ergibt sich der perfekte Preis. Und so wird aus dem Eigennutzen des Einzelnen das maximale Wohl aller.

Nach Priddat (2002: 50) ist Adam Smith’s Wealth of Nations "eine Theorie der moralischen Effizienz".

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