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| 2 | Marxismus, historischer Materialismus, Evolutionismus | |
| 2.1 | Karl Marx | |
| 2.1.2 | Zum Gesamtwerk von Marx und Engels | |
| 2.1.2.3 | Sozioökonomische Formationen: Begriffe |
2.1.2.3.3 Produktionsweisen
Produktionsverhältnisse und Produktivkräfte ergeben zusammen eine konkrete Produktionsweise. Damit ist ein spezifisches, historisch vorfindbares System gesellschaftlicher Beziehungen, "das die Verausgabung von Arbeit regelt, um der Natur mittels Werkzeugen und handwerklichen sowie organisatorischer und intellektueller Fähigkeiten ein Quantum Energie abzuringen" (Wolf 1991: 114) gemeint.
Dies führt zu einem der Grundgedanken des historischen Materialismus:
"In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt." (Marx 1974(1859): 15)
Die Produktionsweise ist die wirtschaftliche Basis, auf der sich ein sozialer, politischer und religiöser Überbau erhebt.

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