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up 4 Institutionalismus / Substantivismus
up 4.1 Vordenker
up 4.1.1 Émile Durkheim

4.1.1.2 Von der sozialen Teilung der Arbeit

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In einem seiner wichtigsten Werke für die Entwicklung der ökonomischen Anthropologie "Über soziale Arbeitsteilung" (De la division du travail social, 1893) geht Durkheim der Frage nach, wie eine Masse von Individuen eine Gesellschaft bilden, d.h. einen Konsens über ihr Zusammenleben finden kann.

Die Antwort liegt für Durkheim in der gesellschaftlichen Teilung der Arbeit: Fast alle Gesellschaften praktizieren irgendeine Form der Arbeitsteilung, beispielsweise

  • zwischen alt und jung,
  • zwischen der einen und der anderen Gemeinschaft (z.B. Klassen, Kasten, ethnische Gruppen)
  • zwischen den Geschlechtern.
Die einzelnen Formen der Arbeitsteilung sind in ihrer konkreten Ausformung sehr verschieden und keineswegs "naturwüchsig", sie sind mit verschiedenen gesellschaftlichen Organisationsformen verbunden. So sind etwa einige Formen der Arbeitsteilung, die uns selbstverständlich sind, wie die Trennung von Kopf- und Handarbeit oder von Handwerk und Landwirtschaft, keineswegs weit verbreitet. Viele Gesellschaften kennen nur wenige Arten von Arbeitsteilung, während es bei uns - oder etwa im hinduistischen Kastensystem - fast keinen Tätigkeitsbereich gibt, der nicht Arbeitsteilung voraussetzt.

Industriegesellschaften sind in besonderem Ausmaß von Spezialisierung und von der Verkettung und Vereinzelung unzähliger Arbeitsprozesse durchdrungen.

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