Interaktive Mindmap
Übergeordnete Kapitel
IconNummerTitel
up 4 Institutionalismus / Substantivismus
up 4.1 Vordenker
up 4.1.2 Max Weber

4.1.2.7 Zeit ist Geld

none
Quelle: www.three18.com/ p_faq.html

Bei den Vertretern des Puritanismus findet man eine aus der traditionalistischen Moraltheologie entstandene Bewertung von Reichtum:

  • Reichtum an sich gilt zwar als sittliche Gefahr, die Askese des Puritanismus wendet sich scheinbar gegen jedes Streben nach Vermehrung des Reichtums, doch die eigentliche Ablehnung richtet sich gegen das Ausruhen auf und das Genießen von Besitz, da beides eine "[...] Ablenkung von dem Streben nach ‚heiligem’ Leben [bedeutet]. Und nur weil der Besitz die Gefahr des Ausruhens mit sich bringt, ist er bedenklich" (Weber 1988: 167).
  • Nur das Handeln und nicht Muße dient der Vermehrung von Gottes Ruhm. Zeitvergeudung wird somit zur schweren Sünde. Der von Benjamin Franklin (einem Puritaner) stammende Ausdruck "Zeit ist Geld" ist in diesem Sinne zu verstehen: Jede verschwendete Stunde ohne Arbeit, ist die verlorene Zeit, Gottes Ruhm zu vermehren. Daher kommen auch die puritanische Wertschätzung der Arbeit und die Auforderung der Moraltheologen, hart im Beruf zu arbeiten. "Die Arbeitsunlust ist Symptom fehlenden Gnadenstandes" (Weber 1988: 171), und der Reichtum entbindet in keiner Weise von den oben angeführten Pflichten.

Untergeordnete Kapitel
Iconnumbertitle
Hilfe Interaktive Mindmap Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder VorherigeNächste