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"... mit Hilfe der Zeichen"
Transnationalismus, soziale Bewegungen und Kulturelle Praktiken in Lateinamerika

Interdisziplinärer Universitätslehrgang für Höhere Lateinamerika-Studien
SS 2009 | Kultur

• Semesterthema • Integrativseminar
• Einführungsseminar • Sprachpraktische Übungen
• Ringvorlesung mit Konversatorium • Wahlpflichtfächer
• Fachseminare • Projektseminar

Beginn

März 2009 (Anmeldeschluss: 14. Februar)

Wissenschaftliche Leitung

Dr. Jens Kastner und Dr. Thomas Waibel

Inhalt


Kultur besteht nicht allein aus Werken und Werten einer Nation. Diese grundlegende Erkenntnis der cultural studies hat in den letzten Jahren auch die sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskurse in und zu Lateinamerika bereichert. Kulturelle Praktiken stehen seitdem im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen.

Diese Fokusverschiebung ist aber nicht allein der akademischen Debatte geschuldet. Sie hat ihre Ursprünge auch in den sozialen Kämpfen der letzten Jahre, in denen soziale Bewegungen neben ökonomischen zunehmend kulturelle Verteilungskämpfe und solche um Definitionsmacht geführt haben. Kämpfe um gesellschaftliche Macht werden, so die These dieses Semesters, immer "mit Hilfe der Zeichen" (Tzvetan Todorov) geführt.

Die Ringvorlesung bietet sowohl Einführungen in die neueren kulturtheoretischen Ansätze als auch konkrete Beispiele von Praktiken und Prozessen, anhand derer die transnationale Rolle von Kultur im sozialen Wandel untersucht wird. Das Spektrum dabei reicht von der lateinamerikanischen Konzeptkunst der 1960er Jahre über populärkulturelle Praktiken bis hin zu den sozialen Bewegungen der Gegenwart.

Mittwoch, 4. Februar 2009, 17.30
Präsentation des Interdisziplinären Universitätslehrgangs für Höhere Lateinamerika-Studien. Information über Teilnahmebedingungen, Bewerbung, Studienplan, Inhalte des Sommersemesters 2009. Anmeldung unter lehrgangalphalai.at erbeten.
Ort: Österreichisches Lateinamerika-Institut, Schlickgasse 1, 1090 Wien

Vorschau Wintersemester 2009/10 | Modul Wirtschaft
Lokale Wirtschaftsentwicklung: Möglichkeiten und Grenzen von Entwicklungsansätzen von unten in einer vernetzten und hierarchisierten Weltwirtschaft.
Es scheint paradox, aber gerade die Globalisierung hat den Blickwinkel wieder verstärkt auf lokale territoriale Dynamiken gelenkt. Nicht nur in den entwicklungstheoretischen Debatten, sondern in konkreten staatlichen Politiken und Programmen ist eine Aufwertung des Territoriums im Gange. Tendenzen zur Globalisierung und "Lokalisierung" sind zu zwei Seiten der selben Medaille geworden. Im Rahmen des Wirtschaftssemesters geht es um eine räumliche Mehrebenenanalyse, die zusammen mit einer interdisziplinären Herangehensweise konventionelle und alternative lokale Entwicklungsansätze untersucht. Dies ermöglicht Theorie und Praxisbeispiele gleichermaßen zu reflektieren, um das Potential liberaler und alternativer Entwicklungsstrategien auszuloten.
Beginn: Oktober 2009 | Anmeldeschluss: 15. September 2009
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Dagny Skarwan und ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy


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