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Vorschau WS 2010/11 | Modul Politik Demokratien im Umbruch: Lateinamerika im Spannungsfeld zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat Leitung: Dr. Leo Gabriel und Mag. Birgit Zehetmayer
Im Wintersemester 2010/11 wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen der politische Wandel in der Mehrzahl der Länder Lateinamerikas auf die demokratische Partizipation der Bevölkerung hat. Was verbirgt sich hinter den von Hugo Chávez (Venezuela), Evo Morales (Bolivien) und Rafael Correa (Ecuador) durchgesetzten, grundlegenden Verfassungsreformen? Und im Vergleich dazu: welche demokratiepolitischen Veränderungen hat es in Ländern wie Brasilien, Argentinien, Uruguay, Chile, Paraguay, El Salvador und Nicaragua gegeben, wo linksliberalen Kräfte, die eher dem klassischen Parteienspektrum zuzuordnen sind, an die Regierung gekommen sind? Erfahrene WissenschaftlerInnen und junge Expertinnen aus Europa und Lateinamerika werden unter der Leitung von Leo Gabriel und Birgit Zehetmayer ihre grundsätzlichen Analysen und Beobachtungen des aktuellen politischen Geschehens zur Diskussion stellen und dabei der Hypothese nachgehen, dass sich derzeit in ganz Lateinamerika ein historischer Paradigmenwechsel vollzieht, in dem das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Staat neu strukturiert wird – ein Paradigmenwechsel, von dem auch Europa einiges lernen könnte.
Beginn: Oktober 2010 (Anmeldeschluss: 15. September 2010) |