Fachseminare
Biologische Vielfalt in Lateinamerika: Biodiversität, Landnutzung und Naturschutz | ULG SS 2010 Natur
Fachseminar 1: Landnutzungsänderung und natürliche Ressourcen: Folgen und Strategien
Aufgrund einer global fortschreitenden Vegetations- und Bodendegradation und der verstärkten internationalen Bemühungen zur nachhaltigen Entwicklung werden nachhaltige Landnutzungssysteme für die Tropen propagiert und umgesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen irreversible Änderungen im Wasser- und Nährstoffumsatz vermieden werden. Da tropische Wälder auch zu einem wesentlichen Teil an der Kohlenstoffdioxid-Sequestrierung beteiligt und daher an einer globalen Klimaveränderung mitverantwortlich sind, stellt die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen nicht nur ein Problem Lateinamerikas dar. Wirtschaftliche, soziale, kulturelle und umweltpolitische Interessen sollten daher auf internationaler Ebene in die Diskussion miteinbezogen werden.
Die Seminarthemen werden anhand von Fallbeispielen und Forschungsergebnissen über die Nutzung natürlicher Ressourcen und die sich daraus ergebende Umweltproblematik und Landnutzungsänderung mit ihren Auswirkungen auf die Natur Lateinamerikas behandeln, mit dem Ziel einer wissenschaftlichen Debatte über Ursache und Wirkung und möglichen Lösungsansätzen.
Fachseminar 2: Globale Strategien zur Erhaltung der Biodiversität
Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 hat die internationale Staatengemeinschaft die Konvention über die biologische Vielfalt (Convention on biological diversity, CBD) verabschiedet mit dem Ziel der Erhaltung der biologischen Vielfalt und ihrer nachhaltigen Nutzung sowie den Zugang zu genetischen Ressourcen für jene, die sie bewahren. Die Einrichtung von Schutzgebieten ist dabei ein altbewährtes Instrument, um schädliche Einflüsse des Menschen außen vor zu lassen, wobei das Nachhaltigkeitsprinzip angewandt werden soll. Insbesonders für Lateinamerika wäre es wünschenswert, nicht nur isolierte Flächen zu schützen, sondern einen naturnahen "Biologischen Korridor" zwischen Nord- und Südamerika zu etablieren, um Wanderungen von Organismen auch weiterhin zu ermöglichen und einer genetischen Verarmung langfristig entgegenzuwirken.
Die Seminarthemen sollen ausgewählte Forschungsergebnisse und Fallstudien zu den aktuellen globalen Strategien zur Erhaltung der Biodiversität behandeln und den derzeitigen Wissensstand und Lösungsansätze auf internationaler Ebene diskutieren.
Termine
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Donnerstag, 18. März 2010 17.00 Uhr |
Einführung und Themenauswahl sowie Führung durch die Ausstellung "Der Pfad des Jaguars" im Stadtmuseum Wiener Neustadt, Petersgasse 2a, 2700 Wiener Neustadt |
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Dienstag, 11. Mai 2010 18.00 Uhr |
Zwischenstandstreffen Seminarraum (Erdgeschoss) Fakultätszentrum für Biodiversität Rennweg 14, 1030 Wien |
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Dienstag, 25. Mai 2010 18.00 Uhr |
Zwischenstandstreffen Seminarraum (Erdgeschoss) Fakultätszentrum für Biodiversität Rennweg 14, 1030 Wien |
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Dienstag, 29. Juni 2010 18.00 Uhr |
Präsentationstreffen LAI-Europasaal |