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Studienplan

Mit dem Wintersemester 2007/08 tritt der neue Studienplan des Interdisziplinären Universitätslehrgangs für Höhere Lateinamerika-Studien in Kraft. Er gilt für Studierende, die ab dem Wintersemester 2007/08 in den Universitätslehrgang einsteigen. Studierende, die vor dem Wintersemester 2007/08 den Lehrgang universitären Charakters begonnen haben, können den Lehrgang und den Master bis spätestens Ende 2010 nach dem alten Studienplan abschließen.

pdf Alter Studienplan (für TeilnehmerInnen, die vor dem WS 07/08 begonnen haben)
pdf Mitteilungsblatt der Universität Wien vom 16.01.2007

Allgemeiner Aufbau des Studiums
Der Universitätslehrgang dauert sechs Semester. Die ersten vier Semester widmen sich den Modulen Politik, Kultur, Wirtschaft und Natur. In jedem dieser vier Semster sind eine Ringvorlesung (RVO) mit Konversatorium (KO), ein Fachseminar (FS), ein Integrativseminar (IS), eine Sprachübung sowie Wahlpflichtfächer zu absolvieren. Das fünfte und das sechste Semester bestehen aus einem supervidiertem Praktikum, zwei Projektseminaren und der Abfassung einer Masterthesis. Nach erfolgreichem Abschluss des Universitätslehrgangs wird der Titel "Master of Arts in Latin American Studies" verliehen.

SEMESTER 1 - 4

WS

SS

WS

SS

RVO Politik
KO Politik
FS Politik
IS Politik
RVO Kultur
KO Kultur
FS Kultur
IS Kultur
RVO Wirtschaft
KO Wirtschaft
FS Wirtschaft
IS Wirtschaft
RVO Natur
KO Natur
FS Natur
IS Natur
Sprachübung Sprachübung Sprachübung Sprachübung
Wahlpflicht-Seminare

SEMESTER 5 - 6

Supervidiertes Praktikum

Projektseminar WS

Projektseminar SS

Master-Thesis

Studienplan im Detail
SEMESTER 1 - 4
Pro Semester zu absolvierende Lehrveranstaltungen Zeitlicher Aufwand

Ringvorlesung (2 Semesterstunden/2 ECTS)
Einzelvorträge zum Semesterthema

Inhalte und Ziele
Die Ringvorlesung des Lehrgangs setzt sich aus verschiedenen Fachvorträgen zum Semesterthema zusammen. Das Programm – mit Gastvorträgen von SpezialistInnen aus dem In- und Ausland – wird von den LehrveranstaltungsleiterInnen jedes Semester neu gestaltet. Die Ringvorlesung findet wöchentlich statt, umfasst zwei Semesterstunden bzw. 2 ECTS und schließt mit einer schriftlichen Prüfung am Ende des Semesters ab.

Anwesenheitspflicht und Leistungsnachweis
Die Anwesenheit der inskribierten Studierenden wird nicht kontrolliert. Die schriftliche Prüfung am Ende des Semesters muss aber absolviert werden. Auch deshalb lohnt sich der Besuch der Ringvorlesung. Die LehrveranstaltungsleiterInnen bestimmen über Inhalt und Umfang der Prüfung und benoten die schriftlichen Prüfungsarbeiten.

Ein Abend pro Woche in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Jänner (WS) bzw. von Anfang März bis Ende Juni (SS).

Konversatorium (2 Semesterstunden/2 ECTS)
Interaktive Vertiefung der Vorlesungsinhalte

Inhalte und Ziele
Das Konversatorium im Anschluss an die Ringvorlesung dient dazu, die ReferentInnen der Ringvorlesung genauer zu ihren Spezialgebieten befragen zu können. Außerdem werden die einzelnen Vortragsinhalte zum Rahmenthema des Semesters in Beziehung gesetzt. Das Konversatorium wird von den  KoordinatorInnen des Semesters geleitet.

Anwesenheitspflicht und Leistungsnachweis
Es besteht Anwesenheitspflicht, die auch kontrolliert wird.

Ein Abend pro Woche anschließend an die Ringvorlesung, fallweise an Abenden geblockt.

Fachseminar (2 Semesterstunden/4 ECTS)
Vertiefung der Thematik des Semesters, eigenständige Präsentationen und Diskussionen zu Detailfragen des Semesterthemas.

Inhalte und Ziele
Das Fachseminar besteht aus in Blöcken veranstalteten Lehreinheiten, die dazu dienen, das Semesterthema mit eigenständigen Beiträgen zu vertiefen, Präsentationen zu erstellen und diese mit den Studierenden im Plenum zu diskutieren. Bei entsprechender TeilnehmerInnenzahl werden pro Semester zwei Fachseminare parallel angeboten, von denen eines absolviert werden muss. Die Fachseminar sind thematisch mit der Ringvorlesung abgestimmt.

Anwesenheitspflicht und Leistungsnachweis
Es besteht Anwesenheitspflicht, die auch kontrolliert wird. Die Veranstaltung ist prüfungspflichtig. Meist werden eine Präsentation im Plenum und eine schriftliche Seminararbeit als Leistungsnachweis gefordert.

Etwa drei Wochenenden pro Semester.

Integrativseminar (2 Semesterstunden/1 ECTS)
Horizontale Vernetzung der Studierenden untereinander und laufende Interaktion mit der Lehrgangsleitung.

Inhalte und Ziele
Das Integrativseminar dient dem Kennenlernen der Studierenden untereinander. Es besteht aus drei Teilen:

  • Einführungsseminar: Ziele und Grundsätze des Lehrgangs werden in seinem internationalen wissenschaftlichen Umfeld vermittelt. Diese Veranstaltung muss nur einmal, möglichst im ersten Semester, besucht werden.
  • Integrativseminar: Um das Kennenlernen der Studierenden in entspannter Atmosphäre zu ermöglichen, findet das Integrativseminar als Wochenendblock statt. Behandelt werden aktuelle Fachfragen. Didaktisch wird dabei auf eine Mischform aus frontaler Lehre, Gruppenarbeiten, Rollenspielen, Elementen des Boal-Theaters und ähnliche interaktive Moderationstechniken zurückgegriffen, um den vielfältigen Anforderungen der Gruppe gerecht zu werden. Diese Veranstaltung muss jedes Semester besucht werden.
  • Semesterabschlussveranstaltung: Die letzte Einheit des Integrativseminars bildet eine Abendveranstaltung zum Semesterabschluss in Wien, in der die Themen des nachfolgenden Moduls vorgestellt werden. Diese Veranstaltung muss jedes Semester besucht werden.

Anwesenheitspflicht und Leistungsnachweis
Die Teilnahme ist verpflichtend.

Ein Wochenende pro Semester (Freitag bis Sonntag) außerhalb von Wien.

Sprachpraktische Übungen (8 Semesterstunden/8 ECTS)
Bei der Anmeldung zum Lehrgang hat der/die Studierende die Möglichkeit eine Sprache (Spanisch oder Portugiesisch) als Erstsprache zu definieren, wobei der Nachweis bereits vorhandener Sprachkenntnisse einerseits über die Vorlage von entsprechenden Zeugnissen und bei Bedarf bei einem Einstufungsgespräch zu Beginn des ersten Semesters erfolgt. Insgesamt müssen nach den ersten vier Semestern Kurse im Ausmaß von 8 Semesterwochenstunden/ 8 ECTS nachgewiesen werden. Die Studierenden haben die Möglichkeit, in den ersten drei Semestern Kurse aus dem Angebot des LAI auszuwählen, wobei die Kosten in den Teilnahmegebühren inkludiert sind. Diese Kurse dienen der Perfektionierung in der Erstsprache (entsprechende Empfehlungen sind Gegenstand des Einstufungsgesprächs) oder bieten die Gelegenheit, eine zweite Fachsprache der Lateinamerikanistik zu erlernen.   Spätestens im vierten Semester muss im Rahmen der sprachpraktischen Übungen eine obligatorische Lehrveranstaltung zur Lektüre wissenschaftlicher Texte und Diskussion zu den thematischen Schwerpunkten der Module Politik, Kultur, Wirtschaft und Natur absolviert werden. Diese garantiert eine Nivellierung des gemeinsamen wissenschaftlichen Sprachniveaus innerhalb der AbsolventInnengruppe. Den Abschluss des Kurses bildet eine Prüfung.

 
Während der ersten vier Semester zu absolvierende Lehrveranstaltungen

Wahlpflicht-Seminare (8 Semesterstunden/16 ECTS)
Während der ersten vier Semester sind Wahlpflichtfächer im Umfang von acht Semesterstunden bzw. 16 ECTS zu absolvieren. Sie sind von den Studierenden je nach Interessen frei wählbar. Die Wahlpflichtfächer richten sich nach den Lehrangeboten aus den sozial- und humanwissenschaftlichen, geistes- und kulturwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Studien zu Themen Lateinamerikas an den Universitäten in Wien sowie aus Veranstaltungen des Österreichischen Lateinamerika-Instituts. Die Anerkennung durch die Lehrgangsleitung erfolgt auf der Basis der erworbenen Zeugnisse oder einer offiziellen Teilnahmebestätigung.

Externe Veranstaltungen
Außerdem werden externe wissenschaftliche und entwicklungspolitische Veranstaltungen mit Lateinamerika-Bezug als Wahlpflichtfächer angerechnet. Begrüßt wird insbesondere die Teilnahme an einschlägigen (inter-)nationalen Fachtagungen. Zu den externen Veranstaltungen gehören auch schon vor Lehrgangseintritt absolvierte universitäre Lehrveranstaltungen mit Lateinamerika-Bezug sowie entwicklungspolitisch und lehrgangsrelevante Veranstaltungen einschlägiger Organisationen.Als Nachweis des erfolgreichen Besuchs dieser Lehrveranstaltungen gelten Zeugnisse und offizielle Teilnahmebestätigungen. Werden die Lehrveranstaltungen nicht mit einem Kolloquium abgeschlossen und beurteilt, entscheidet die Lehrgangsleitung über die Anerkennung als Wahlpflichtfach. Den Studierenden wird nahegelegt, Auskünfte über die Anerkennungsrichtlinien bezüglich bestimmter Veranstaltungen vor deren Beginn bei der Lehrgangsadministration des LAI einzuholen. Die Kosten für die jeweils frei gewählten Kurse und Veranstaltungen sind nicht in den Teilnahmegebühren inkludiert.

SEMESTER 5 - 6

Nach den ersten vier Semestern zu absolvierende Lehrveranstaltungen

Supervidiertes Praktikum (20 ECTS)

Inhalte und Ziele
Nach Abschluss der ersten vier Semester ist ein Praktikum in Lateinamerika mit einem Arbeitsaufwand von cirka 400 Arbeitsstunden (= 20 ECTS) zu absolvieren. Um Synergie zu erreichen, sollte der Aufenthalt in Lateinamerika der Datenerhebung der Master-Thesis dienen, muss es aber nicht. Das Praktikum bietet vor allem die Möglichkeit zur Überprüfung der Praxisrelevanz der jeweils individuellen Forschung zu Lateinamerika im Vergleich mit den Forschungstätigkeiten der Partnerinstitution. So fördert das Praktikum die Internationalisierung und verstärkt das Prinzip der Praxisorientierung des Masters.
Das Praktikum wird von der LehrveranstaltungsleiterIn des Projektseminars in Absprache mit dem/der Betreuerin der Master-Thesis supervidiert.
Falls Studierende das Supervidierte Praktikum in Europa absolvieren wollen, oder schon ein Praktikum in Lateinamerika nachweisen können und um ihre Anerkennung als Lehrveranstaltung ansuchen, müssen sie einen formlosen schriftlichen Antrag an die Lehrgangsleitung stellen.

Leistungsnachweis
Der Leistungsnachweis erfolgt durch drei schriftliche Berichte des/der Studierenden über den Forschungsverlauf an den/die Lehrveranstaltungsleiter/in des Projektseminars. Wenn das Praktikum für die Forschung der Master-Thesis dient, sollten die Berichte in Absprache mit dem/der Betreuer/in derselben verfasst werden. Wenn das Praktikum unabhängig von der Master-Thesis absolviert wird, sollen diese Berichte in Absprache mit dem/der LeiterIn des Projektseminars verfasst werden. In jedem Fall sind die Berichte an die TeilnehmerInnen des Projektseminars zur Diskussion online und/oder offline zur Verfügung zu stellen. Vor- und Nachbearbeitungsphase des Forschungsaufenthaltes finden im Rahmen des Projektseminars statt. Das Supervidierte Praktikum wird im Rahmen des Projektseminars beurteilt.

Im fünften und sechsten Semester zu absolvierende Lehrveranstaltung

Projektseminar (4 Semesterstunden/10 ECTS)

Inhalte und Ziele
Im Projektseminar erhält der/die Studierende praktische Anleitungen für seine Forschungsarbeit. Das Projektseminar bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihr Forschungsprojekt vorzustellen und ihre Forschungsarbeit mit den TeilnehmerInnen des Projektseminars und der/dem Lehrveranstaltungsleiter/in zu diskutieren. Der/die Leiter/in der Lehrveranstaltung muss nicht der/die Betreuer/in der Master-Thesis  sein.

Leistungsnachweis
Die Präsentation und die fachliche Auseinandersetzung mit der Forschungsarbeit findet im Rahmen des Projektseminars statt. Damit erfolgt eine laufende Überprüfung der Forschungsleistungen des/der  Studierenden durch den/die Lehrveranstaltungsleiter/in.

Master-Thesis und Abschlussprüfung (30 ECTS)

Die Master-Thesis dient als Nachweis der selbständigen wissenschaftlichen Forschung des/der Studierenden. Der/Die Betreuer/in kann aus dem Kreis der Vortragenden gewählt werden. Die Betrauung des/der Betreuers/in erfolgt durch die Lehrgangsleitung auf Vorschlag der/des Studierenden im fünften Semester. Die Master-Thesis kann auf Antrag des/der Studierenden in einer der Fachsprachen verfasst werden.

Leistungsnachweis
Die Beurteilung der Master-Thesis obliegt dem/der Betreuer/in. In der kommissionellen Abschlussprüfung werden die Forschungsergebnisse öffentlich diskutiert.


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